KO|ME|T Kooperation Mensch und Tier e.V.

und  4animals! e.V.

Die Freiberger Fohlen teilen ihr Schicksal mit den Haflingern, Norikern und Kaltblütern - ebenso wie in der Haflinger- und Kaltblüterzucht treten jedes Jahr tausende dieser wundervollen Freiberger Fohlen, im Alter von knapp 6 bis 8 Monaten, direkt von der Mutterstute weggerissen ihren Weg ins Schlachthaus an. Hintergrund ist, dass auch hier viele Züchter ihre Stuten jedes Jahr belegen - wenn auch die Nachfrage aus dem Reitsportbereich nicht ausreicht, so gibt es doch einen sicheren Abnehmer für gutes und sicheres Geld - den Metzger!

 

In den letzten Jahren hat KoMeT e.V. gemeinsam mit den Kollegen von 4Animals e.V. und einigen Helferlein je Wintersaison zahlreiche Fohlen nach Deutschland vermittelt und ihnen so das Leben retten können, ihre heutigen "Adoptiveltern" können heute kaum noch glauben, dass ihre Fohlen hätten sterben sollen...

 

Wir haben in den letzten Jahren dazu beitragen können, die einzigartige Rasse der Freiberger in Deutschland wesentlich bekannter zu machen, insbesondere Freizeit- und Westernreiter haben sich in die Rasse und ihren besonderen coolen Charakter verliebt und sie werden auch immer mehr zum therapeutischen Reiten ausgebildet - eben wegen ihrer Coolness und Gutmütigkeit + Lernwilligkeit und Arbeitseifer!

 

Wenn Subventionen töten !

Subventionen für Pferde-FleischBund fördert Fohlen-Schlachtung

  • Publiziert: 
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Freiburger-Fohlen: Nur jedes zweite überlebt den ersten Geburtstag.

 (Ex-Press)


Zuchtbeitrag in der Kritik: Bund zahlt eine halbe Million Franken für Freiberger-Fohlen, die beim Metzger landen.


Der Freiberger ist ein echtes Schweizer Pferd, früher oft eingesetzt in der Landwirtschaft und der Armee. Der Bund fördert die Zucht dieser Rasse mit einer Stuten-Subvention – für jedes Fohlen gibt es 500 Franken. Mit der Giesskannen-Abgabe entschädigt der Bund auch jene Tiere, die zu Frischfleisch werden. Denn rund die Hälfte der geförderten Fohlen landet schon nach Monaten im Schlachthof. Letztes Jahr wurden 907 Freiberger Fohlen im ersten Altersjahr geschlachtet – jedes subventioniert mit fünf Hunderternoten, also total 453500 Franken. Insgesamt budgetierte das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) letztes Jahr 1,2 Millionen Franken für die Freiberger-Förderung.

Nun verschärft sich die Kritik an der irren Subvention. «Das ist ein Drama für Stute und Fohlen und hat nichts mit der Erhaltung der Rasse zu tun», sagt Katharina Büttiker (65) von Animal Trust. «So ist das eine reine Schlachtsubvention.» Die Tierschützerin schlägt darum zusammen mit anderen Organisationen der Alliance Animale Suisse einen Systemwechsel vor: «Die Pflege der Rasse ist richtig. Aber statt der Fohlen-Subvention sollte man Aufzuchtbeiträge für Tiere erst ab dem vierten Altersjahr zahlen», sagt Büttiker. Nächste Woche will sie den Systemwechsel an einer Pressekonferenz erläutern.

Die Giesskannen-Beiträge für alle Fohlen entsprechen laut einem BLW-Sprecher «den züchterischen Anliegen». Man könne nicht alle jungen Tiere behalten. Nur rund die Hälfte brauche man für die Zucht. «Weil die Haltung der Tiere relativ teuer ist, muss man die anderen Tiere entweder verkaufen oder schlachten», so der Sprecher. Doch die Form der Subvention ist nicht in Stein gemeisselt. Derzeit überprüfe eine von der staatlichen Forschungsanstalt Agroscope eingesetzte Arbeitsgruppe die Strategie der Freiberger-Zucht. Diese wird laut dem BLW-Sprecher demnächst einen Bericht abliefern «und allenfalls auch Vorschläge zu den Subventionen machen»
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© Foto by DRG
"Beissender Amoniakgeruch": Freiberger-Haltung im Jura


Das glückliche Freibergerpferd auf sanften Juraweiden ist ein Mythos

 

Schwerwiegende Missstände bei Zucht, Haltung und Subventionierung von Freibergerpferden im Jura aufgedeckt

 


Von MATTHIAS BRUNNER


Das geläufige Klischee von glücklichen Freibergerpferden auf den weitläufigen Weiden des Jura hat dunkle Schattenseiten: Recherchen des "Schweizer Tierschutz STS" decken unhaltbare Zustände auf. Die Tierschutzverordnung wird von den Pferdezüchtern teilweise grob verletzt. Trotzdem schüttet der Bund Subventionen für Fohlen aus – selbst für Tiere, die dem Tod geweiht sind.


Vergangenes Wochenende fand wie jedes Jahr der populäre Marché Concours in Saignelégier statt, das wichtigste Pferdefest der Freiberge im Jura. 52'000 Besuchende erfreuten sich bei prächtigem Wetter. Da darf jeweils auch ein Bundesrat nicht fehlen – diesmal war es Bundespräsident und Verteidigungsminister Ueli Maurer. Hunderte von Freibergerstuten mit ihren herzigen Fohlen sowie die Zuchthengste wurden an diesem dreitägigen Anlass dem Publikum vorgeführt.

Doch dieser folkloristische Eindruck täuscht über mehr als eine traurige Tatsache hinweg: Nur etwa die Hälfte der süssen Fohlen, die erst im Frühling zur Welt kamen, erlebt das nächste Jahr. Die anderen rund fünfzig Prozent enden auf der Schlachtbank – weil sie schlicht niemand will.

Eine kuriose Subventionspolitik

Trotzdem bezahlt das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) für jedes geborene Freibergerfohlen jedem Züchter eine Prämie von 500 Franken – egal, ob das Tier nun aufgezogen oder bereits im zarten Alter von wenigen Monaten geschlachtet wird. Die Zuchtstuten mutieren so zu eigentlichen Gebärmaschinen und werden jedes Jahr gedeckt, um in der nächsten Saison wiederum ein Fohlen zur Welt zu bringen.

Damit nicht genug: Der Schweizerische Freibergerverband (SFV) erhält zusätzlich jährlich rund eine Million Franken für die Herdebuchführung und andere Dienstleistungen. BLW-Mediensprecherin Anne Rizzoli rechtfertigt die Staatsbeiträge folgendermassen: "Mit der Ratifizierung der Biodiversitätskonvention hatte sich die Schweiz 1994 verpflichtet, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern. Die Freiberger-Population gilt als Schweizer Pferderasse und wurde als gefährdet eingestuft." Eine seltsame Logik: Subventionen für Tiere, die bereits tot sind? 

Im eigenen Kot und Urin

Doch dies ist längst nicht die einzige Ungereimtheit bei der staatlichen Förderung der Freibergerzucht. Der Schweizer Tierschutz STS hat im März dieses Jahres Recherchen auf mehreren Höfen im Jura vorgenommen, darunter auch einige der bedeutendsten Freiberger Züchter.

Längst nicht alle geben zu Beanstandungen Anlass. Aber die Fotos und schriftlichen Rapporte dokumentieren eine nicht geringe Zahl von Fällen, in denen teils unhaltbare Zustände herrschen: Finstere Ställe mit viel zu niedriger Decke, in denen die Pferde teilweise dicht aneinandergedrängt im eigenen Kot und Urin ohne ausreichende Einstreu stehen – in der Luft hängt ein beissender Amoniakgeruch. Noch schlechter ergeht es den Hengsten: Sie sind nicht selten in viel zu kleinen Einzelboxen eingepfercht,deren Eisenstäbe fast bis zur Decke reichen – ein Pferdeknast. Tierschutzkonformität sieht anders aus. 

Angetroffen wurden auch Pferde, die in engen Holzabteilen angebunden sind. Dabei ist diese Haltungsform nach einer fünfjährigen Übergangsfrist, die Ende August 2013 ausläuft, gemäss Tierschutzverordnung verboten. Den Pferden ist es in den engen Ständen praktisch unmöglich, sich zum Ausruhen hinzulegen oder umzudrehen. Fast den ganzen Tag starren die bewegungsfreudigen Weidetiere nur gegen eine Wand.

Obwohl die Recherchen an zwei sonnigen, trockenen Tagen stattfanden, waren kaum Pferde im Freien anzutreffen. Dabei müssten die Herdentiere laut Tierschutzverordnung auch im Winter regelmässig freien Auslauf erhalten.

Kaum Kontrollen bei den Pferdehaltern

Unbeeindruckt davon zeigt sich die Kantonstierärztin des Kantons Jura, Anne Ceppi. Sie weist sämtliche Beanstandungen zurück und sieht keinen Handlungsbedarf. In einer Stellungnahme gegenüber OnlineReports gibt die approbierte Veterinärin und selber Reiterin per Mail zu Protokoll: "Wir sehen mehrheitlich Pferde, die in Gruppen in Offenstallhaltung sind. Ich denke, Ihre Einschätzung der Situation entspricht nicht der Realität." Pikantes Detail: Eine Kopie ihres Emails sandte Ceppi zeitgleich auch an den kantonalen Verband der Freibergerzüchter.

Nach ihren eigenen Angaben fanden Kontrollen bis anhin allerdings lediglich alle zehn Jahre statt. Ab 2014 sollen die Kontroll-Kadenz auf vier Jahre reduziert werden. Dabei mussten landwirtschaftliche Tierhaltungen, die Direktzahlungen erhalten, schon bisher mindestens alle vier Jahre kontrolliert werden, wie Regula Kennel, Sprecherin das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) gegenüber OnlineReports bestätigte.

Schnellbleiche statt seriöse Ausbildung

In seinem ausführlichen Bericht bemängelt der Schweizer Tierschutz neben der Pferdehaltung und -zucht auch die Ausbildung. Im Alter von drei Jahren müssen die noch nicht erwachsenen Pferde den sogenannten "Feldtest" absolvieren, um im Herdebuch als "echte" Freiberger aufgenommen zu werden. An einem einzigen Tag werden dabei Rösser von einer Jury aus SFV-Funktionären zunächst von ihrem Aussehen, Körperbau und in der Bewegung beurteilt. Anschliessend werden sie am Wagen angespannt und zuletzt unter dem Sattel eines Reiters vorgestellt und bewertet. Massgebende Pferdeexperten beurteilen diesen Test jedoch in diesem jungen Alter als wenig aussagekräftig.

Die Hengste werden jeweils im März in Glovelier selektioniert, um danach den vierzigtägigen Stationstest im Nationalgestüt in Avenches zu absolvieren. OnlineReports wollten es genauer wissen und bat den renommierten Pferdekenner Professor Ewald Isenbügel um seine Einschätzung dieses Tests: "Es ist sicher nicht möglich, einen Hengst innert vierzig Tagen seriös einzureiten und am Wagen einzufahren. Es handelt sich höchstens um eine Anlehre. Letztlich geht es auch da um Geld und um Ranglisten. Ich würde besser ein Jahr länger warten. Freiberger sind nicht besonders frühreife Pferde", erklärt der langjährige ehemalige Tierarzt des Zürcher Zoos.

Fragwürdiges Zuchtziel

Mit aufwändigen Marketingmassnahmen, so unter anderem auf Messen im In- und Ausland, versucht der SFV die Freiberger zu verkaufen. Trotzdem sinkt die Population von derzeit gemäss SFV rund 15'000 bis 20'000 Tieren in der Schweiz stetig. Denn der Verband setzt auf das falsche Pferd: Aus dem einstigen kleinen bis mittleren, stämmigen Kaltblutpferd ist durch Einkreuzung mit anderen Rassen inzwischen ein leichteres, x-beliebiges Warmblutpferd geworden, wie es praktisch überall in Europa erhältlich ist – allerdings häufig erst noch günstiger und in qualitativ besserer Verfassung.

Nicht nur der Absatz der Pferde ist deshalb schwierig. Durch die planlose Zucht der vergangenen Jahrzehnte haben sich schwerwiegende Krankheiten und Charakterprobleme eingeschlichen, die bei der Freibergerrasse zuvor unbekannt waren. Die zunehmende Inzucht stellt ein weiteres Problem für die Gesundheit der Pferde dar, wie der SFV in seinem Leitbild 2020 selbst einräumt. Wie es sich da noch rechtfertigen lässt, dass die Besitzer von Freibergern als einziger Pferderasse von staatlicher Unterstützung profitieren, ist fragwürdig.

Verband machte sich für Stacheldraht stark

Hanspeter Meier, ehemaliger Dozent der Vetsuisse an der Universität Bern, findet dazu in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber OnlineReports deutliche Worte: "Die bevorzugte Subventionierung der Freibergerzucht ist vor allem aus tierschützerischer Sicht stossend. Der SFV wehrte sich bis zuletzt gegen das Verbot der ständigen Anbindehaltung in Ständen. Er war vor kurzem auch die einzige Pferdezuchtorganisation, die sich für die Beibehaltung der Umzäunung mit Stacheldraht stark machte." Schliesslich sei "die Bereitschaft für die Durchführung von Leistungsprüfungen beim SFV äusserst bescheiden" – im Gegensatz zu anderen Organisationen, die dafür einen grossen Einsatz zeigten.

Dies, so Meier weiter, "widerspricht auch den Bestrebungen des BVET, welches Tierschutz in der Zucht fordert". Nur gesunde Tiere sollten für die Zucht selektioniert werden, was am besten mit Leistungsprüfungen bewerkstelligt werden könne.

Der STS fordert als Konsequenz, dass keine Subventionen mehr für Schlachtfohlen entrichtet werden, und dass nicht ausschliesslich die Freibergerzucht vom Bund gefördert wird. Ferner müssten die Kontrollen häufiger und auch unangemeldet erfolgen, insbesondere während der Wintermonate.

Eine Chance für den "Urfreiberger"?

Eine kleine Gruppe idealistisch gesinnter Züchter engagiert sich entgegen des allgemeinen Trends für das ursprüngliche Jurapferd von "altem Schlag": einem leichten bis mittleren Kaltblutpferd, wie es noch bis 1950 gezüchtet wurde. Sie setzen sich in erster Linie für die Erhaltungszucht und die Gesundheit dieser "Urfreiberger” ein. Dafür haben eine Handvoll wackerer Gleichgesinnte im 2008 den "Eidgenössischen Verband des reinrassigen Freibergerpferdes" (RRFB) gegründet.

"Wir wollen, dass die Pferde wieder angemessen genutzt werden", sagt Verbandspräsident Hansruedi Arn. Momentan beträgt die Population dieses Pferdetyps nur noch etwa 300 Tiere. Doch das Bundesamt für Landwirtschaft hat diesen Züchtern die Anerkennung als offiziellen Pferdezuchtverband verweigert und sie dazu gedrängt, Mitglied des SFV zu werden. Trotzdem sieht Arn ein Potential, die gutmütigen Rösser auf moderne Art und Weise wieder als Arbeitspferde einzusetzen.

Übrigens: Bundespräsident Ueli Maurer forderte in seiner Rede in Saignelégier Züchter und Politiker auf, sich für den Schutz der Freibergerpferde einzusetzen.

Transparenz: Der Autor war massgeblich an der Studie des Schweizer Tierschutzes STS beteiligt.

 

http://www.blick.ch/news/politik/subventionen-fuer-pferde-fleisch-bund-foerdert-fohlen-schlachtung-id3507811.html?

YOU ARE HEREFreiberger Schlachtfohlen

Freiberger Schlachtfohlen


 

Über die Rasse Freiberger

Die Freiberger Pferde sind eine ursprüngliche Schweizer Pferderasse die zur Gruppe der "leichten Kaltblüter" gehört. Genauer gesagt ist der Freiberger das einzige leichte Kaltblut welches noch existiert. Die Freiberger werden bis auf einige wenige Ausnahmen ausschließlich in der Schweiz gezüchtet und sind dort sehr bekannt und beliebt. Vor allem werden sie wegen ihrer herausragenden Charaktereigenschaften geschätzt. Sie gelten als sehr menschenbezogen, kooperativ und leistungsstark. Dabei sind sie leichtfuttrig und robust.

                   

 

Die Freiberger gibt es in drei verschiedenen Typen von leicht über mittel bis schwer( Körperbau). Optisch bieten die Freiberger viele Variationen. Von den beliebten Füchsen mit vielen weißen Abzeichen die durch das Einkreuzen mit Paint Horses entstanden sind bis hin zum dunklen braun ohne jegliche Abzeichen. Auch Schimmel und Rappen sowie Schecken sind selten, aber doch immer mal wieder zu finden.

Der Freiberger ist ein sehr beliebtes Freizeitpferd, trittfest und verlässlich sowie für alle Reitweisen geeignet. Natürlich kann man aber hier genau wie bei anderen Pferderassen nicht alle über einen Kamm scheren, dennoch ist dies eine weit verbreitete Meinung die wohl daraus resultiert das es in der Mehrheit der Fälle wohl so ist.

 

Was 4animals! damit zu tun hat

Im Herbst 2010 erreichte uns eine dieser typischen Tierschutzrundmails. Hierbei ging es um ein Fohlen namens Willy. Die Rasse war uns damals gänzlich unbekannt aber es hieß er solle geschlachtet werden und suche dringend einen Platz. Und so kam es. Ein Pflegeplatz am Haus einer Vereinskollegin die dort weitere Pferde beherbergte war spontan gefunden und wir holten Willy, sehr aufgeregt, an einem dunklen, stürmischen Abend im Spätherbst aus Overath ab wo der Sammeltransport aus der Schweiz endete.

So begann unser Engagement für die Freiberger Schlachtfohlen. Ein Video über Willy, später Quincys, Geschichte finden Sie hier:

 

 

Wir begannen uns umfassend über die Hintergründe zu informieren; warum gab man ein so tolles Pferdchen wie Willy ab? Warum sollte er sterben? Dies erschloss sich uns nicht gleich und so recherchierten wir.

 

Hintergründe, Fakten und Kosten

Die Freibergerzucht wird subventioniert. Resultierend aus einer längst vergangenen Zeit in der der Freiberger nahezu ausgestorben war in der Schweiz gilt die Freiberger Rasse heute als geschützt und die Züchtung wird vom Staat gefördert. Ob die Fohlen das Erwachsenenalter erreichen spielt dabei keine Rolle. Und so kommt es das viele Fohlen unter zum Teil tierschutzwidrigen Bedingungen gezüchtet und gehalten werden.


 

m Spätsommer dann werden die Fohlen bei der Fohlenschau präsentiert und punktiert. Nun sollen die Fohlen verkauft werden. Je besser die Benotung und je ausgefallener oder auch schöner die Optik, desto besser sind die Verkaufschancen.


     

Doch rund 34% aller Fohlen werden kein Jahr alt. Im Alter zwischen 7-10Monaten gehen sie ins Schlachthaus. (In 2009 waren es 850 Fohlen) Bei 1300-1500CHF (ca. 1100-1200€) für ein Fohlen ist der Preis für Fohlenfleisch sehr hoch. Zusammen mit den Subventionen ist ein Nicht-Verkauf also dennoch kein allzu großer Verlust.

Warum diese 34% Fohlen nicht verkauft wurden? Einfach weil sie keinen Käufer gefunden haben. Der Markt in der Schweiz ist gesättigt und das verbringen ins Ausland mit zusätzlichen Kosten verbunden. Es entstehen noch ca. 200CHF (160€) für Gesundheitszeugnis und Equidenpass sowie die Verbringung zum Übergabeort wenn man einen Sammeltransport wählt und nicht selber abholt. Zusammen mit dem Transport nach Deutschland kann man dann nochmal mit zusätzlichen 350€ rechnen.  Auf den Preis den Fohlens bei Verkauf nach Deutschland enfallen dann noch 19% Einfuhrumsatzsteuer. Auf den Gesamtbetrag werden dann noch 11% Zoll geschlagen. Eine Pauschale von ca. 100€ Bearbeitungsgebühr wird mindestens erhoben. Insgesamt ist also die Anschaffung eines Freiberger Fohlens in Deutschland recht teuer. Eine Gesamtsumme von 2.200€  ist da schnell zusammen. Nun möchten die Züchter die Fohlen aber nicht zum Schlachtpreis abgeben wenn sie schon die Arbeit haben das Fohlen zum Übergabeort zu bringen, den Tierarzt für die Papiere rufen sowie eine Rechnung schreiben und einen Equidenpass beantragen zu müssen. Und meist wissen die Züchter ja um uns Tierschützer die wenn sie einmal hingesehen haben nicht mehr wegsehen können. Und so pendelt sich der reinen Fohlenkaufpreis bei oft 1500-1700CHF (bis 1.700€) ein.


Eine kleine Anmerkung: Wir sind während der endlosen Telefonate mit herzlosen Züchtern und Menschen die ausschließlich den wirtschaftlichen Aspekt beim Pferdeverkauf sehen auch auf andere gestoßen. Auf kleine Bauern in schlechter wirtschaftlicher Lage die jährlich bloß ein Fohlen ziehen und denen das Leben ihres Schützlings sehr wohl am Herzen liegt. Auch sie hätten das Fohlen letztendlich geschlachtet, sind uns aber wegen liebevoller Informationen,toller Aufzuchbedingungen und einem uns entgegenkommenden Preis aufgefallen.

 

Unsere Arbeit

Angefangen mit Willy im Jahre 2010 der nach ca. 6 Monaten zu seiner behandelnden Tierärztin ziehen durfte in dessen Herz er sich geschlichen hatte, haben wir dann in 2011 mit Hilfe von Spendern insgesamt 6 Fohlen zu einem neuen Zuhause verholfen.

Das waren Hippo, Hootsch, Leon, Henry und Chanelle du Pelu. Nach 5 Monaten waren alle dieser Fohlen vermittelt. Wir haben als Schutzgebühr nur die tatsächlichen Kosten für das Fohlen inkl. dem Import nach Deutschland angerechnet und die Futter,- Impf,- und Tierarztkosten von Spendengeldern getragen. Die Einnahmen aus den Schutzgebühren haben wir dann wieder aufgespart für das Jahr 2012.


                   

Im Jahr 2012 hatten wir die Idee die Ankaufskosten über zinsfreie Darlehensgeber zu finanzieren die uns zugetane Menschen, die um das Leid der Fohlen wissen, gewähren sollten. Dieser Plan ging auf und wir konnten über 40 Tiere von dem Gang ins Schlachthaus bewahren. Sie alle konnten von uns freigekauft werden und von Oktober bis Dezember 2013 zu uns nach Deutschland kommen.

An dieser Stelle sei gesagt das wir als Verein nur  das Instrumentarium für die Umsetzung der Rettung darstellen. Aller Dank und Respekt gebührt an dieser Stelle den Menschen die uns soviel Geld anvertraut haben sowie den Pflegestellen die sich sicher waren in uns einen Verein zu sehen dessen Pferde man aufnehmen kann ohne im Stich gelassen zu werden. Und ebenfalls gilt unser Dank den Menschen die eines der Fohlen adoptiert haben ohne daran zu zweifeln das ihr Fohlen das Beste und Schönste sowie Intelligenteste aller Fohlen sei. Und ohne darüber nachzudenken das das Fohlen im besten Fall in der Schweiz zur Fohlensalami gereicht hätte.

Wie Sie helfen können

Seit der Saison 2013 haben wir keine Fohlen mehr aufnehmen können. Die Vermittlung der Fohlen aus 2012 hält noch über den Jahreswechsel 2013/14 an und wir haben weder finanzielle noch personelle Ressourcen um so weiterzumachen wir in dem Jahr zuvor.

Wir sind aber mit Herz und Hand bei der Sache wenn es darum geht Interessenten bei der Adoption eines Freiberger Fohlens, welches von der Schlachtung bedroht ist, zu begleiten. Auch der Tierschutzverein KOMET, welcher sich allgemein im Pferdeschutz und in der Fohlenrettung einen Namen gemacht hat versuchen wir zu unterstützen.

Möchten Sie Geld spenden um damit ein Fohlenleben freizukaufen? Dann wenden Sie sich an Komet oder an uns unterFohlen@for-animals.de. Möchten sie sich als kostenlose (bzw. ausschließlich Futtergeld nehmende) Pflegestelle anbieten dann wenden Sie sich bitte ebenfalls an uns. Und möchten sie ein Tier adoptieren oder erstmal Informationen erhalten dann helfen wir auch damit gerne weiter. Es lohnt sich,- es sind wunderbare Tiere!!

 

 

Hely, geb.14.4.2016  sucht seine Menschen! 

Mehr Infos unter Freiberger-Verkaufshilfe !

 

 

 

Sammeltransporte 2017, Termine:

 

Der erste Sammeltransport geht am 10.10. ab Burgdorf im Emmental

 

 

Kontakt und Auskunft / Anmeldung für den Transport:


Walter Przikling, Firma K&W Pferdetransporte

Tel. 02206 - 2511

 

und 0170 - 62 606 72

 

 

 

 

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