Kalisto

 Franches-Montagnes 


 

Es war an einem Sommertag,

als ich so auf der Wiese lag,

und dachte, ach, was wär's jetzt schön,

auf einem Pferd  die Welt zu seh'n,

Ich sah eins über die Wiese traben,

ach wie gern würd' ich auch so eins haben,

die Mähne tanzte golden im Wind,

wie schön doch freie Pferde sind!

Doch siehe da, es kommt auf mich zu,

ganz ohne Hast in vollkomm'ner Ruh'.

Plötzlich blieb es vor mir steh'n,

so konnt' ich's mir erst richtig anseh'n.

So wunderschön, nicht wie andere Pferde,

es war ein Pferd der Freien Berge!

Große, sanfte, braune Augen,

wie es da stand, ich konnt's kaum glauben.

Ich sah über die fernen Weiten,

wie schön wär's jetzt dahin zu reiten.

Als ob es mich verstanden hätte,

und da geh' ich ein jede Wette,

wandte es mir die Seite zu,

es war als blinzle es mir zu.

Ich sah es erst ungläubig an,

doch dann trat ich an es heran.

Ich schwang mich sanft auf seinen Rücken,

ach, ergriff mich ein Entzücken.

So warm und weich und so bequem,

so wollt' ich mir die Welt anseh'n.

Wir trabten los, so elegant,

dass ich mich nicht mehr umgewandt',

Es war als würd' ich dahin schweben,

das Beben merkt' ich nur ganz eben,

da Heben und Senken der starken Beine,

über Hügel, große, kleine,

weite Felder, Blumenwiesen,

Wälder und hinten die Berge, die Riesen.

Das Pferd nahm keine Notiz von mir,

verfolgte kein Ziel, lief mal dorthin, mal hier.

Doch einmal Zwinkern, ein kleiner Blick,

der brachte mich in die Wirklichkeit zurück.

Dort hinten in der Ferne, das war mein Haus,

die schöne Reise war bald aus.

Als wüsste es, wohin es ging,

brachte mich das Pferd dorthin.

Es blieb stehn' und einmal abgestiegen,

wünschte ich, ich wäre oben geblieben.

Ich schritt fort,

das Pferd blieb dort.

Ich drehte mich um, schon halb zum Tor hinein,

und dachte ,Pferd lass mich nicht allein'

Und siehe da es folgte mir,

und ist bis jetzt noch immer hier.

Wir machten viele, schöne Reisen,

durch die Natur, ganz ohne Eisen.

Es folgten uns noch andre Pferde,

alle aus den Freien Bergen,

rot, gold, schwarz und braun,

wie schön die Freiberger anzuschau'n.

Ihr Charakter einwandfrei;

Klug und gutmütig und treu.

Und willst du einen von ihnen erschrecken,

ich sag dir, bleibt das Lachen dir im Halse stecken,

Der Freiberger wird ertragen dein Mucken,

ohne auch nur einmal kurz zu zucken.

Jetzt blicke ich auf meine Herde,

ach was sind es schöne Pferde,

wie ihr Fell in der Sonne schimmert,

es mich an unsre schönen Zeiten erinnert.

An viele glückliche Momente!

Und manchmal, wenn ich dann so denke;

'Wie wär's, hätt' ich sie nie getroffen?'

da bleibt mir nur noch fest zu hoffen,

dass ich das alles nicht nur träume,

im Schatten der vielen alten Bäume.


 

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Hely, geb.14.4.2016  sucht seine Menschen! 

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Tel. 02206 - 2511

 

und 0170 - 62 606 72

 

 

 

 

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